Man könnte denken, dass jedes Fernglas für die Astronomie geeignet ist, auch das mit einer kleinen Vergrößerung und kleinem Objektivdurchmesser. Immerhin sieht man mit einem Fernglas immer mehr Sterne als mit dem bloßen Auge.
Die Sterne betrachtest Du aber natürlich meistens im Dunkeln. Deshalb ist eine große Austrittspupille sehr wichtig.
Austrittspupille
Die Austrittspupille ist die Dicke des Lichtbündels, das aus dem Okular austritt. Die Größe der Austrittspupille lässt sich ganz einfach aus dem Vergrößerungsfaktor und dem Objektivdurchmesser ausrechnen: Durchmesser geteilt durch die Vergrößerung. Die Austrittspupille ist wie die Blende in der Fotografie ein Maß für die Bildhelligkeit. Je größer die Austrittspupille, desto besser das Bild in der Dämmerung. Die Pupille des Auges wird nämlich bei Dunkelheit größer, um mehr Licht einfangen zu können. Ist die Austrittspupille zu klein, wird auch das Bild dunkler. Die Austrittspupille ist also auf jeden Fall etwas, das Du berücksichtigen solltest!
Vergrößerungsfaktor
Jedes Fernglas weist zwei Kennzahlen auf, zum Beispiel 8x42. Die erste Zahl (in diesem Falle 8) gibt die Vergrößerung an. Das Objekt wird also 8-fach vergrößert. Ist das Objekt 80 m entfernt wirkt es so, als wäre es nur 10 m entfernt. Da der Sternenhimmel weit weit weg ist von uns, ist es also wichtig, ein Fernglas mit einem hohen Vergrößerungsfaktor zu wählen. Beachte aber, dass es ab einem Vergrößerungsfaktor von 12x schwierig wird, das Bild still zu halten. Dann solltest Du zusätzlich ein Stativ benutzen.
Objektivdurchmesser
Der Objektivdurchmesser wird in Millimeter angegeben. Die Größe der Frontlinse bestimmt, wie groß der Lichteinfall ist. Je größer dieser Durchmesser ist, desto größer ist der Lichteinfall. Dementsprechend wird die Abbildung heller und besser. Ein großer Objektivdurchmesser ist also sehr wichtig, wenn Du im Dunkeln oder in der Dämmerung die Sterne betrachten möchtest.